Bio-Tech mit Beauty-Power

Modernste Bio-Technologien haben eine neue Generation von Kosmetikprodukten ermöglicht, an die vor zwanzig Jahren noch nicht zu denken war. Wir haben mit einem Experten darüber gesprochen.

Herr Dr. Hagel, im Zusammenhang mit besonders wirksamer Kosmetik taucht oft der Begriff  “Cosmeceutical” auf – was ist damit gemeint?

Dr. P. Hagel: Das ist ein englisches Kunstwort aus den USA und setzt sich zusammen aus “cosmetic” und “pharmaceutical” – bedeutet also eine Anlehnung von kosmetischen an pharmazeutische Präparate. Gebraucht wird der Begriff vor allem im Zusammenhang mit Anti-Age-Produkten für die Haut, man kann ihn aber auch auf andere Bereiche übertragen. Zum Beispiel auf Präparate, die beim Haarwachstum eine Wirkung entfalten. Allerdings könnte man strenggenommen auch Anti-Schuppen-Produkte, die ja eine gestörte Verhornung normalisieren, die diese Kategorie einordnen.

Nach dieser Definition wären das also Produkte, die an der Grenze zur Medizin angesiedelt sind. Stimmt das?

Der Eindruck ist durchaus richtig. Allerdings darf diese Grenze nicht überschritten werden. Da gibt es ganz klare gesetzliche Regelungen. Bei pharmazeutischen Produkten, also Medikamenten, gibt es eine sogenannte Nutzen-Risiko-Rechnung. Die besagt, dass der Nutzen eines Präparates deutlich höher sein muss als etwaige unangenehmen Nebenwirkungen – wobei diese als unvermeidbar grundsätzlich toleriert werden. Was jeder von Arzneimitteln kennt – Nebenwirkungen sind auf jedem Beipackzettel lang und breit vermerkt. Dagegen darf ein Kosmetikprodukt keinerlei signifikante Nebenwirkungen haben. Es darf nur nutzen, sonst nichts. Wo man das in Ausnahmefällen nicht rigoros ausschliessen kann, sind klare Warnhinweise gesetzlich vorgeschrieben.

Gibt es bei hochwirksamen Kosmetika nicht auch Risiken – zum Beispiel bei Phytohormonen oder Mutterzellen?

Nein – das können wir ausschließen. Alle Produkte sind punkte Wirksamkeit und Sicherheit umfassend getestet. Da gibt es überhaupt kein Problem. Wir bewegen uns vielleicht an der Grenze zur Medizin – diese Grenze wird jedoch nie überschritten. Nehmen Sie die Phytohormone, zum Beispiel aus Soja oder Iris. Die haben tatsächlich eine östrogen-ähnliche Wirkung – sie liegt allerdings deutlich unter der von zum Beispiel Östradiol. Da es aber auch keine unerwünschte systematische Nebenwirkung gibt, ist der Einsatz erlaubt.

Wie und was bewirken denn die Phyto-Zellextrakte, Hauptwirkstoffe in Ihrer neuen Serie “DERMOSTHETIQUE”?

Also zunächst einmal: Diese Phyto-Zellextrakte lassen sich nicht mit menschlichen Mutterzellen aus der medizinischen Forschung vergleichen. Trotzdem haben sie eine Wirkung auf die Stammzellen der Haut, die sich im Haarfollikel befinden. Das kann man in Kulturen sehr schön beobachten, nämlich wie schnell diese Follikel im Normalfall altern – das heißt, wie lange sie Haare produzieren. Bei Kulturen, deren Nährlösung mit unseren Phyto-Zellextrakten angereichert ist, ist die aktive Wachstumsphase um etwa ein Drittel verlängert. Möglich wird das durch den Schutz eine gewisse Stimulation dieser hauteigenen Stammzellen, die man gelegentlich auch als “Mutterzellen” bezeichnet – die im Bindegewebe und in der Grenzschicht zur Oberhaut vorhanden sind und die darüber hinaus die Voraussetzungen für noch mehr Wachstumszyklen schaffen.

Ein weiterer Wirkbereich  der neuen Produkte ist ein Effekt, der als “Anti-Glykation” bezeichnet wird. Was versteht man denn darunter?

Als Glykation bezeichnet man eine unspezifische Überzuckerung des Gewebes, die leider Teil der Alterungsprozesse ist. Dabei verbindet sich Zucker mit Proteinen und lagert sich im Gewebe ab – zum Beispiel in den Fasern und Netzstrukturen des Bindegewebes. Dadurch verhärten sie, können weniger Feuchtigkeit speichern und verlieren damit deutlich an Elastizität. Mit bestimmten Wirkstoffen – in unserem Fall sind es pflanzliche Glyko-Zellextrakte – lassen sich Zuckerablagerungen effektiv verhindern.

Das war jetzt alles sehr wissenschaftlich. Was uns natürlich vor allem anderen interessiert: Was sehen wir als Ergebnis im Spiegel?

Die neue High-Tech Kosmetik trägt viel dazu bei, Alterungsprozesse merklich zu verlangsamen und die natürlichen Regenerationsprozesse neu zu aktivieren. Verstärkter Haarausfall lässt sich dadurch bremsen, die haut wirkt glatter und straffer.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, LA BIOSTHETIQUE, Trends abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.